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Freiheit für Iran auf der Buchmesse
Meinungsfreiheit und kritischer Journalismus werden nicht nur in China, dem diesjährigen Ehrengast der Buchmesse, unterdrückt. Auch im Iran werden Regimegegner verfolgt, Journalisten, Schriftsteller, Künstler und Andersdenkende aller Art müssen mit Verhaftung, Folter und der Todesstrafe rechnen, wenn sie sich gegen die Machthaber aussprechen.
Auf der Buchmesse hat Freiheit für Iran deshalb an den beiden für die Öffentlichkeit zugänglichen Tagen eine Protestaktion am Stand der TIBF (Teheran International Book Fair) duchgeführt. Dabei beklebten sich die Aktivisten den Mund mit Klebeband, um an all die zur Sprachlosigkeit verdammten Regimekritiker zu erinnern, die nicht für den Iran auf der Buchmesse erscheinen können.

Überrascht und wie erwartet feindselig reagierten die Standbetreiber – so wurden Demonstranten und Polizei bezichtigt, eine „von der deutschen Regierung organisierte zionistische Show“ aufzuführen. Dennoch blieben die Proteste weitgehend friedlich und die Protestaktion konnte die kompletten zwei Tage jeweils von ca. 13 Uhr bis zum Messeende fortgesetzt werden.
Eine ganz besondere Brisanz gewann die Aktion noch durch das wiederholte rüpelhafte Auftreten des Holocaust Leugners Abbas Salimi Namin am Stand der TIBF, der neben einem gequälten Grinsen immer wieder Beschimpfungen in Richtung der Aktivisten von sich gab. Diese zeigten sich jedoch ziemlich unbeeindruckt und sahen sich durch das peinliche Gehabe der grauen Herren des Standes nur bestärkt in ihrem Handeln. Dass diese Leute den Iran im Ausland repräsentieren hat, dem Ansehen des Landes lange genug geschadet.
Hier drehen wir den Spieß um, und wer eben noch glaubte mit dem Fotografieren von Demonstranten jemanden einschüchtern zu können, wird sich schon bald selbst gegenüber der Öffentlichkeit erklären müssen.

Holocaust Leugners Abbas Salimi Namin beim beschimpfen der Demonstranten
Von den Besuchern erhielten wir dagegen viel Zuspruch und Verständnis. Ein besonderen Dank möchten wir auch noch Frau Sadr aussprechen, die am Samstag ebenfalls ihre Solidarität mit unserer Protestaktion am Stand bekundete. |